Welt-Parkinson-Tag am 11.04.

Ein Strauß roter Tulpen – Symbolbild für den Welt-Parkinson-Tag

Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages am 11. April informiere ich heute über die Relevanz logopädischer Therapie auch gerade für Menschen mit einer Parkinsonerkrankung.

Der Welt-Parkinson-Tag wird seit 1997 am Geburtstag des englischen Arztes James Parkinson begangen, der im Jahr 1817 als Erster auf das Krankheitsbild aufmerksam machte. Seit 2005 ist die rote Tulpe das Symbolbild für diesen Tag.

Eine Parkinson-Erkrankung ist nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Allein in Deutschland sind aktuell bis zu 400.000 Menschen betroffen, die nach Diagnosestellung bis zu einigen Jahrzehnten mit dieser Erkrankung leben. Die motorischen Symptome, u.a. der typische Tremor (Zittern) können über lange Zeit gut durch eine individuelle Medikation behandelt werden.

Aber auch die Logopädie hat einen ganz entscheidenden Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung: Für eine Vielzahl von Symptomen, die nicht gut auf Medikamente ansprechen, bieten wir fundierte Therapie an, um den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und die Lebensqualität zu erhöhen. Hierzu verfügen wir über Methoden aus Sprechtherapie, Stimmtherapie, Schlucktherapie und Sprachtherapie, die zielgerichtet in den unterschiedlichen Stadien der Erkrankung eingesetzt werden.

Die Parkinsonerkrankungen sind ein eindrückliches Beispiel für die Herausforderungen im Gesundheitswesen. Die Zunahme chronischer Erkrankungen und die Komplexität der Störungsbilder unterstreichen eindrücklich die Notwendigkeit der Weiterentwicklung einer gleichzeitig qualitativ hochwertigen, effektiven und effizienten Therapie.

Um eine gute Patient*innenversorgung auch zukünftig gewährleisten zu können, ist eine grundlegende Voraussetzung, dass alle Logopäd*innen in der Lage sind, evidenzbasiert (wissenschaftsorientiert) zu denken und zu arbeiten – und zwar sowohl in Forschung und Lehre als auch in der täglichen Praxis. Die hierfür notwendigen Kompetenzen müssen bereits während der Ausbildung erworben werden! Der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl e.V.) fordert daher, dass in der anstehenden Erneuerung des Berufsgesetzes die Ausbildung in der Logopädie in die hochschulische Regelausbildung (Vollakademisierung) überführt wird.

Hier freuen wir uns auch über die Unterstützung der Patient*innen-Vertretungen!

Gern komme ich dazu – auch als Vertreterin des dbl – mit Ihnen persönlich ins Gespräch. Schreiben oder rufen Sie mich einfach an!

Ihre Heike Marré

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